Folgende Unterlagen werden zur Erteilung eines roten Kennzeichens zur wiederkehrenden Verwendung für Oldtimer benötigt:
1. Schriftlicher Antrag (formlos), der Angaben zu Ihrer Person und zu dem Kraftfahrzeug bzw. den Kraftfahrzeugen (aufgelistet: Fahrzeugtyp, Fahrzeugart, Fahrgestellnummer, Baujahr bzw. Erstzulassung) enthalten soll.

2. Führungszeugnis nach der Belegart "0" (Null). Dies erhalten Sie beim Bürgeramt. Als Begründung geben Sie bitte "Zuteilung eines roten Oldtimer-Kennzeichens" an.

3. Nachweis über das Oldtimer-Fahrzeug. Die Entscheidung, ob das Fahrzeug unter die 49. Ausnahmeverordnung zur StVZO füllt, trifft die Kfz.-Zulassungsstelle nach Prüfung der Voraussetzungen (Mindestalter 20 Jahre). Darüber hinaus sind zur Erstellung der Fahrzeugdaten im roten Fahrzeugscheinheft weitere Angaben über das Fahrzeug erforderlich. Dies kann geschehen durch Vorlage des Kraftfahrzeugbriefes, durch eine Herstellerbescheinigung, ggfls. auch durch eine Markenclubbestätigung.

4. Es muß ein Nachweis vorgelegt werden, daß das Fahrzeug verkehrssicher ist. Diese Bescheinigung darf nicht älter als 2 Jahre sein und muß von einer technischen Prüfstelle für den Kraftfahrzeugverkehr oder einer amtlich anerkannten Überwachungsorganisation ausgestellt sein. Als gleichwertig können auch Abnahmezertifikate einer früheren Oldtimerveranstaltung angesehen werden.

5. Eine Versicherungsdoppelkarte für "rote Kennzeichen zur wiederkehrenden Verwendung für Oldtimer-Fahrzeuge" gem. § 29 a Abs. 1 StVZO.

6. Bedarfsnachweis: dies geschieht durch Vorlage von Teilnahmebescheingungen an Veranstaltungen, die der Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dienen (auch Nennungsbestätigungen, Clubbescheinigungen usw.).

Verwaltungsgebühren:
Erst- bzw. Neuzuteilung rotes Kennzeichen: 125,--DM
pro zugeteiltem Fahrzeugschein + 20,--DM
Verlängerung 20,--DM
Neuzugang eines Fahrzeuges 20,--DM
Wegfall eines Fahrzeuges 0,--DM

Das Fahrzeugscheinheft wird für den Zeitraum eines Jahres ausgestellt. Zur Verlängerung sind die unter 6. genannten Nachweise und ggfls. ein Nachweis über die Verkehrssicherheit vorzulegen.

Nach der Beantragung des Führungszeugnisses beim Bürgeramt, bzw. Vorlage des Antrages bei mir, bis zur tatsächlichen Zuteilung des Kennzeichens vergeht ein Zeitraum von etwa 3-4 Wochen, da ich zunächst den Eingang des Führungszeugnisses, bzw. des Auszugs aus dem Verkehrszentralregisters (wird von mir aufgrund der Vorlage Ihres Antrags erledigt) abwarten muß. Sie können sich unter der Tel.-Nr. 77 33 00 erkundigen, ob diese Unterlagen vorliegen.

Wichtiger Hinweis:
Die roten Kennzeichen gelten ausschließlich für Fahrten zu Veranstaltungen, die der Darstellung von Oldtimer-Fahrzeugen und der Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturguts dienen. Darüber hinaus können die Kennzeichen noch für Prüfungs-, Probe- und Überführungsfahrten (gem. § 28 Abs. 1 StVZO) sowie für Fahrten zum Zwecke der Reparatur oder Wartung genutzt werden. Jede weitergehende Nutzung ist unzulässig und stellt ggfls. einen Straftatbestand (Steuerhinterziehung) dar.

Zuteilung eines roten Kennzeichens zur wiederkehrenden Verwendung für ein Oldtimer Fahrzeug gem. § 28 Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) in Verbindung mit der 49. Ausnahmeverordnung zur StVZO.
Das rote Kennzeichen darf nur zur Teilnahme an Veranstaltungen, die der Darstellung von Oldtimer-Fahrzeugen und Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dienen, verwendet werden. Auch für die Anfahrt zu und die Abfahrt von solchen Veranstaltungen ist das Führen des roten Kennzeichens gestattet. Das rote Kennzeichen darf auch für Fahrten zum Zweck der Reparatur oder Wartung des betreffenden Fahrzeuges sowie für Prüfungs-, Probe- und Überführungsfahrten im Sinne von § 28 StVZO verwendet werden.
Das rote Kennzeichen darf nur auf dem hier registrierten Fahrzeug verwendet werden. Für das anerkannte Fahrzeug wird ein Fahrzeugschein von der Zulassungsstelle ausgestellt. Dieser Fahrzeugschein ist mitzuführen und auf Verlangen den dafür zuständigen Personen jederzeit zur Prüfung auszuhändigen.

Über die durchgeführten Fahrten ist im einzelnen ein Fahrtenbuch zu führen. Aus dem Fahrtenbuch muss das verwendete rote Kennzeichen, der Tag der Fahrt, die Art und der Hersteller des Fahrzeuges, die Fahrzeug-Identifizierungsnummer und die Fahrtstrecke ersichtlich sein. Das Fahrtenbuch ist nach der letzten Eintragung für die Dauer von einem Jahr lang sorgfältig aufzubewahren. Auf Verlangen ist es den dazu zuständigen Personen jederzeit zur Prüfung auszuhändigen. Bei Erneuerung des Fahrzeugscheines ist das Fahrtenbuch zur Prüfung vorzulegen.

Für das Fahrzeug ist ein Nachweis über die Teilnahme an Veranstaltungen, die der Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dienen, für die Vergangenheit zu führen. Dieser Nachweis kann erbracht werden durch Teilnahmebescheinigungen, Nennungsbestätigungen, Clubbescheinigungen usw.
Der Verkauf des Kraftfahrzeuges ist mir unverzüglich unaufgefordert unter Vorlage des Fahrzeugscheines mitzuteilen.
Es muss ein Nachweis vorgelegt werden, dass das Fahrzeug verkehrssicher ist. Dieses Testat darf nicht älter als 2 Jahre sein und muss von einer Technischen Prüfstelle für den Kraftfahrzeugverkehr oder einer amtlich anerkannten Überwachungsorganisation ausgestellt sein. Als gleichwertig können auch Abnahmezertifikate einer früheren Oldtimer-Veranstaltung angesehen werden. Anschließend muss die Verkehrssicherheit erneut alle 2 Jahre nachgewiesen werden.

Ich mache ausdrücklich darauf aufmerksam, dass die zweckentsprechende Verwendung des Kennzeichens überwacht wird.

Bei Erneuerung des Fahrzeugscheines behalte ich mir vor, im Einzelfall auf der Vorführung des Fahrzeuges zu bestehen.

Sie müssen unverzüglich mit dem Widerruf dieser Genehmigung rechnen, wenn eine missbräuchliche Benutzung der roten Kennzeichen oder eine fehlerhafte Führung des Fahrtenbuches festgestellt wird.

Für diese Genehmigung wird gem. den Ziffern 221.3 und 225 der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr in Verbindung mit dem dazu erlassenen Gebührentarif für Maßnahmen im Straßenverkehr eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 145,--DM erhoben. In dieser Gebühr ist der Fahrzeugschein enthalten.

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